Transkulturelle Pflege: Warum?

In Deutschland leben derzeit ca. 7,2 Millionen MigrantInnen mit ausländischen Staatsangehörigkeiten. Mehrstaatler mit deutschen und einer oder mehreren ausländischen Staatsangehörigkeiten sowie (Spät-)Aussiedler können nicht erfasst werden. Somit ist die tatsächliche Anzahl in Deutschland lebender Menschen mit Migrationshintergrund viel höher. Die Konfrontation dieser Menschen mit dem Gesundheitssystem der Bundesrepublik stellt sich in doppelter Hinsicht als ein Problem dar. Aus der Perspektive des Pflegepersonals bedeutet die Betreuung von MigrantInnen eine besondere Herausforderung. Zumeist fehlt es hier an Wissen über die spezifischen Bedürfnisse ihrer PatientInnen. MigrantInnen hingegen erleben diesen Mangel nicht selten als Diskriminierung. Infolgedessen kommt es zu Missverständnissen und falschen pflegerischen Handlungsansätzen, die den Erfolg des Gesundheitsprozesses entscheidend verlangsamen bzw. ganz verhindern können.
Benötigen die Pflegefachkräfte spezifisches Wissen über die MigrantInnen, um sie qualifiziert und empathisch zu pflegen? Müssen sich die Pflegefachkräfte ständig über die kulturellen Gepflogenheiten der PatientInnen auf dem Laufenden halten? Welche Kompetenzen werden im Umgang mit MigrantInnen benötigt?

Das Training zum Thema "Transkulturelle Pflege" beantwortet die oben erwähnten Fragen, sensibilisiert die Pflegefachkräfte für die Vielfalt der individuellen kulturellen Präferenzen der PatientInnen und BewohnerInnen und vermittelt ihnen die notwendigen Kompetenzen.